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Katastrophenschutzübung am 06.11.2016

 

In der Nähe des Estinger Bahnhofs ist im hinteren Abteil einer S-Bahn ein Brand ausgebrochen. Panik breitet sich aus. Es gibt viele, teilweise schwer Verletzte. Weitere Verletzungen entstehen, weil Fahrgäste verzweifelt versuchen ins Freie zu gelangen. Dabei fallen mehrere ins Gleisbett oder stürzen die sehr steile Böschung herunter. Dutzende von Feuerwehrleuten beginnen, die im Rauch eingeschlossenen Menschen zu retten. Der Rettungsdienst versorgt die Verletzten und macht sie transportfähig.

 

Doch was geschieht mit den Unverletzten oder Leichtverletzten?

Ihnen ist kalt, es regnet und sie sind völlig durchnässt. Sie haben Todesangst erlebt, jetzt sind sie aufgebracht. Ihnen fehlt, was zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen zählt: SICHERHEIT; WÄRME; INFORMATION.

 

Für die unverletzten oder leicht verletzten Personen baut die SEG-Betreuung sowie Technik und Sicherheit Zelte, in der Nähe des Unglücks auf und richtet in der Unterkunft der FFW Esting einen Bereitstellungsraum ein. Sowohl im Zelt als auch in der Unterkunft der FFW stehen die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams Gröbenzell zur Verfügung um zuzuhören, die Betroffenen reden zu lassen, um Stress abzubauen.

 

Es gilt Ängste und Sorgen um Angehörige wahrzunehmen, sichere Informationen zu erfragen und weiter zu geben:

- Wo wurde der verletzte Partner hingebracht?

- Wo ist der Freund oder die Freundin in dem Durcheinander verschwunden?

- Ich habe das Handy verloren. Wie kann ich meinen Angehörigen mitteilen, dass es mir gut geht?

 

Und dann war da noch die schreiende, tobende Schwangere mit ihrem "toten" Kind im Arm. Sie ließ niemand in ihre Nähe. Eine echte Herausforderung für die Kit-Mitarbeiterin: Geduld, Ruhe und Schreien ebenso auszuhalten wie Schweigen!

Die Schwangere laufen lassen und nebenherlaufen, immer darauf achtend, dass die Mutter sich nicht in Gefahr begibt in dem Durcheinander von an- und abfahrenden Rettungsfahrzeugen.

Die Erleichterung war spürbar, als die Kit-Mitarbeiterin das "tote" Kind in den Arm nehmen durfte und die Mutter im Feuerwehrhaus mit warmen Tee versorgt werden konnte.

 

Das gesamte Horrorszenario war eine Großübung aller Rettungsdiensteinheiten im Landkreis FFB. Das tote Kind war eine Puppe und die hervorragend spielende Traunsteinerin nicht wirklich schwanger. Großes Kompliment.

 

 

Die „schwangere“ Mutter mit ihrem Kind,
gespielt von einer Traunsteinerin

 

 

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Wechsel in der Teamleitung

 

Frau Heide Tartler übergibt nach sieben Jahren die Leitung des Teams auf persönlichen Wunsch an Frau  Carmen Sturz. Die Nachfolge wurde gut vorbereitet und geregelt, so dass das Team weiterhin in kompetenten Händen ist. Wenn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fachlich gut ausgebildet sind, die erforderliche Nachsorge gewährleistet ist, können die betroffenen Menschen im Einsatz gut betreut werden. Frau Tartler bleibt dem Team als Mitarbeiterin weiter erhalten und wird Frau Sturz weiterhin stets zur Seite stehen. Als Zeichen der Anerkennung für ihre besonderen Verdienste wurde Frau Tartler mit der Malteser Plakette in Silber ausgezeichnet.

 

 

Übergabe der Ernennungsurkunde an Frau Sturz zur Teamleiterin

Überreichen der Malteser Plakette in Silber

 

 

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Anlass zum Nachdenken

 

Unter dem Motto „Discofieber“ wurden der 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums am Montagmorgen Folgen und Gefahren im Straßenverkehr unter dem Einfluss von Drogen, Handy und überhöhter Geschwindigkeit aufgezeigt …

(Quelle: Süddeutschen Zeitung, von Julius Giehr, Fürstenfeldbruck)

 

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/verkehrserziehung-anlass-zum-nachdenken

 

 

Mitarbeiterinnen des Kriseninterventionsteams Gröbenzell unterstützen im Landkreis Rottal Inn.

 

Die speziell geschulten Kolleginnen kümmerten sich drei Tage lang um Geschädigte in den von den Wasserfluten schwer betroffenen Gebieten in Simbach und Nachbardörfern. Der Gesprächsbedarf zu den schrecklichen Erlebnissen ist groß. Schmerz und Angst sitzen bei Groß und Klein in den Knochen. Die Menschen stehen vor zerstörtem Hab und Gut. Im Gespräch erfahren die Helfer auch, was an weiterer Versorgung noch dringend notwendig ist und können das Entsprechende veranlassen. Sie haben aber auch ein Ohr für die Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer, die sich körperlich und geistig oft bis zum Erschöpfen verausgaben.

 

 

Foto von links nach rechts:

Heide Tartler, Beate Endriß, Sandra Tartler

 

 

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Zehn Jahre KIT Gröbenzell

 

So feierte am 8. Mai 2015 das Kriseninterventionsteam der Malteser im Beisein zahlreicher Vertreter und Förderer aus Politik und Gesellschaft sein zehnjähriges Bestehen. Reinhold Bocklet, der Vizepräsident des Bayerischen Landtags und Schirmherr des Malteser KIT, betonte in seinem Grußwort die gesellschaftliche Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements und bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des KIT für ihren Einsatz. Der ehemalige Inspektionsleiter der Germeringer Polizei Klaus Frank lobte die gute Zusammenarbeit von KIT und Polizei – diese sei „aus der täglichen Polizeiarbeit nicht mehr wegzudenken“.

Eine enge Kooperation besteht seit Gründung des KIT vor zehn Jahren mit der Deutschen Gesellschaft für posttraumatische Stressbewältigung, deren Vorsitzender Bernd Willkomm sich ebenfalls in die lange Reihe der Gratulanten einreihte. In dieser bewegenden Feierstunde entzündeten ehemalige und aktuelle Mitarbeiter Kerzen für die Betreuten der letzten zehn Jahre.

 

 

<>Von links: Heide Tartler (Fachliche Leitung), Reinhold Bocklet (Schirmherr)
Dr. Birgit Vyhnalek (Gründerin)
 
Dr. Birgit Vyhnalek Gründerin und Festrednerinvon links Carmen Sturz Heide Tartler Dr. Georg Graf von Hundt (Kreisbeauftragter) Dr. Michael Frieß (Leiter Einsatzdienste) von links KIT-Förderverein Lorin Wolf (2. Vorsitzender) Carolin Hesse
(1. Vorsitzende) mit Carmen Sturz und Heide Tartler
 
  Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter entzünden Kerzen für die Betreuten der letzten zehn Jahre

 

 

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den Faschingsumzug in Olching begleiten wir  jedes Jahr