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Wir über uns

Das Team vom KIT Gröbenzell ist seit dem
01. Januar 2005 im Landkreis Fürstenfeldbruck tätig. Es ergänzt das bisherige Angebot der Notfallbetreuer bzw. Notfallseelsorger vom
BRK FFB. In den ungeraden Wochen im Jahr, von Sonntagabend bis Sonntagabend stellt das KIT Gröbenzell den Bereitschaftsdienst. Zusätzlich wird eine durchgängige Telefonbereitschaft angeboten. Im Team sind derzeit 18 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die alle ihre Freizeit für die Krisenintervention zur Verfügung stellen.

 

Diese Helfer betreuen ehrenamtlich betroffene Angehörige zum Beispiel in folgenden Fällen:

 

• Unerwarteter Todesfall

• Schwerer (Verkehrs-)Unfall

• Unfall im Schienenverkehr

• Badeunfall

• Gewalterfahrung

• Suizid

 

KrisenInterventionsTeam

Beate Endriß (stellvertretende Teamleitung) und
Carmen Sturz (Teamleitung)

Was bedeutet Krisenintervention?

Krisenintervention ist die fachliche Betreuung von akut traumatisierten Menschen und dies unmittelbar nach dem belastenden Ereignis. Ziel ist es, für die Betroffenen da zu sein und ihnen Halt und Sicherheit zu vermitteln. Es wird auch versucht, die Angehörigen zum Abschied vom Verstorbenen zu ermutigen. Diese Abschiednahme, sei es am Unfallort,  zuhause oder in der Aussegnungshalle, gehört zu den elementaren Schritten auf dem persönlichen Trauerweg. Die KIT-Mitarbeiter bieten an, die Abschiednahme (das heißt, den Verstorbenen noch einmal zu sehen, eine letzte Umarmung, das Halten der Hand) vorzubereiten und zu begleiten, bei Bedarf in Absprache mit dem Bestattungsunternehmen. Krisenintervention bedeutet auch, Opfer bzw. Augenzeugen von Gewalttaten bzw. belastenden Ereignissen zu betreuen.

Wer wird betreut?

In erster Linie werden Angehörige betreut, die einen nahestehenden Menschen durch Unfall, Suizid oder plötzlichen krankheitsbedingten Tod verloren haben. Ebenso werden Personen betreut, die selbst Opfer von Gewalttaten wurden bzw. Augenzeugen hiervon waren. Bei Großschadensereignissen wird ebenfalls eine Akutbetreuung von Betroffenen angeboten. Eine Betreuung bei psychiatrischen Notfällen ist jedoch nicht möglich.

Wer alarmiert die Krisenintervention?

Die Alarmierung erfolgt meist über die am Einsatzort befindlichen Kräfte von Rettungsdienst, Polizei oder durch die Notärzte. Bei bestimmten Einsatzarten (z. B. Person von Zug erfasst) kann die Rettungsleitstelle das KrisenInterventionsTeam bereits gleichzeitig mit Rettungsdienst und Notarzt alarmieren.

 

 

Der Funkrufname des Fahrzeuges ist Johannes Fürstenfeldbruck 61/11/1.

Wenn Helfer selbst Hilfe brauchen:

Auch erfahrenen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr sowie Rettungs- und Notarztdienst kann es passieren, dass sie bestimmte Einsätze nicht so einfach „wegstecken“ können. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Kinder tödlich verletzt werden, wenn eigene Kollegen vom Unglück betroffen sind oder wenn es um eine Vielzahl von Verletzten oder sogar Toten geht. Hier reichen die „normalen“ Bewältigungsstrategien meist nicht mehr aus. Das KIT Gröbenzell verfügt über mehrere Team-Mitglieder, die eine Spezialausbildung in der sogenannten „Stressbewältigung nach belastenden Ereignissen“ haben (in der Fachsprache häufig als „CISM“ Critical Incident Stress Management bezeichnet). Damit besteht die Möglichkeit, Einsatzkräften (sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen) nach belastenden Einsätzen kompetent und strukturiert Hilfe anzubieten.

Qualifikation:

Wir stellen hohe Ansprüche an uns selbst, denn die Tätigkeit in der Krisenintervention erfordert nicht nur entsprechendes Fachwissen für die Betreuungseinsätze (so z. B. Kenntnisse von Psychotraumatologie und Notfallmedizin), sondern es bedarf auch eines hohen Maßes an innerer Stabilität und Empathie (der Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen). Deshalb wird sowohl auf die qualifizierte Ausbildung als auch regelmäßige Fortbildungen großer Wert gelegt. Um die erlebten Eindrücke verarbeiten zu können, gibt es regelmäßige Supervisionen, also Gesprächsrunden über die erfolgten Einsätze, welche von einem Psychologen geleitet werden. Zusätzlich gibt es auch die unmittelbare Kollegenhilfe, um nach einem Einsatz direkt einen Ansprechpartner zu haben.

 

Alle Jahre wieder …

nähen Brigitte Staudigel und Helga Seemüller ein Jahr lang fleißig, um in der Adventszeit dem Kriseninterventionsteam diese kuscheligen, munteren Gesellen zu übergeben. Acht bis zehn Stunden dauert die Anfertigung für so einen bärigen Seelentröster. Jeder Bär ist ein Unikat und ein starker Tröster in Situationen, in denen plötzlich nichts mehr so ist wie es einmal war.

 

 

Helga Seemüller (links) und Brigitte Staudigel (vorne) mit der munteren Bande.